Ernährungsteam
Kepler Universitätsklinikum
Linz
Institution
Kepler Universitätsklinikum
Krankenhausstraße 9, 4020 Linz
Team
Koordination und Organisation
Michaela Perndl, BSc., Leitende Diätologin
Stellvertretung: Dr. Alexander Weigl, Leiter Apotheke
Teammitglieder: folgt
Kontakt
Ernährung als Schlüssel zur besseren Versorgung – Evidenzbasiert. Interdisziplinär. Für unsere Patient:innen.
Das Kepler Universitätsklinikum umfasst drei Standorte, die gemeinsam eine umfassende medizinische Versorgung für Patient:innen aller Altersgruppen sicherstellen. Um die Qualität der Ernährungstherapie weiter zu verbessern, arbeitet ein interdisziplinäres Ernährungsteam kontinuierlich daran, Prozesse zu harmonisieren und standortübergreifende Enrährungstrategien zu etablieren.
Interdisziplinäre Zusammenarbeit für evidenzbasierte Standards
Das Ernährungsteam setzt sich aus Experten verschiedener Disziplinen zusammen, darunter Medizin, Pflege, Diätologie und Pharmazie. Derzeit besteht das Team aus 24 Mitgliedern. Die Leitung hat die leitende Diätologin Michaela Perndl, BSc. übernommen. Je nach Fragestellung werden weitere Spezialisten hinzugezogen, etwa aus der Logopädie, dem Labor oder der Küche, um einen ganzheitlichen Ansatz zu gewährleisten. Ebenso haben sich Expertengruppen etabliert, die aus Mitarbeiter:innen der unterschiedlichen Fachbereiche bestehen und deren Kenntnisse über medizinische und organisatorische Bedürfnisse ihrer Abteilung nutzen, um die Versorgung zu optimieren.
Durch diese Maßnahmen wird die Patientenernährung optimiert und die Bekämpfung von Mangelernährung rückt in den Fokus. Aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse fließen direkt in die Arbeit des Teams ein, sodass die Patient:innen nach den neuesten evidenzbasierten Standards versorgt werden. Dies ist besonders bei vulnerablen Patientengruppen wie geriatrischen, onkologischen oder intensivmedizinisch betreuten Patient:innen von großer Bedeutung.
Analyse, Optimierung und nachhaltige Umsetzung
Das Ernährungsteam analysiert bestehende Strukturen, identifiziert Verbesserungspotenziale und entwickelt praxisnahe Lösungen, die eine nachhaltige Umsetzung ermöglichen. Dabei werden nicht nur medizinische und diätetische Aspekte berücksichtigt, sondern auch logistische und organisatorische Herausforderungen, um die Verpflegung so effizient und patientenfreundlich wie möglich zu gestalten.
Das Ernährungsteam widmet sich nicht den einzelnen Patient:innen, sondern übergeordneten Themen, wie zum Beispiel:
- Der breiten Identifikation von Malnutrition durch die Implementierung eines flächendeckenden Ernährungsscreenings (NRS-2002) im KIS
- Möglichkeiten zur Verbesserung des Ernährungsstatus der Patient:innen mit den daraus resultierenden Vorteilen für den klinischen Outcome
- Der Durchsicht und Diskussion des aktuellen Produktkatalogs und gemeinsame Entscheidungen über die Produktauswahl für enterale und parenterale Ernährung
- Der Erarbeitung von SOPs und Leitlinien, die standortübergreifend gelten (Produktkatalog mit Indikationshinweisen, Leitfaden zur enteralen und parenteralen Ernährung, perioperative Ernährung, Refeeding, Sarkopene Adipositas, usw.)
Schulungen, Fortbildungen und Sensibilisierung
Zusätzlich findet ein Austausch mit Ernährungsteams anderer Häuser statt und es werden Fortbildungen organisiert, um das Fachwissen des medizinischen Personals kontinuierlich zu erweitern. Ein weiters wichtiges Anliegen ist die Sensibilisierung für die Bedeutung der Ernährung in der medizinischen Versorgung. So soll beispielsweise durch die Teilnahme am Nutrition Day das Bewusstsein für die Zusammenhänge zwischen Ernährung und Heilungsprozessen gestärkt werden – sowohl bei Fachkräften als auch bei den Patient:innen selbst.
Zukunftsperspektiven und weitere Entwicklungen
Das Kepler Universitätsklinikum setzt auf die Modernisierung und Personalisierung der Ernährungstherapie. Geplante Projekte umfassen unter anderem die Integration digitaler Lösungen für ein niederschwelliges Mangelernährungsscreening sowie den Routineeinsatz der Kalorimetrie, um Ernährungsstrategien gezielt zu planen und anzupassen. Durch diese Maßnahmen wird eine zukunftsorientierte, patientenzentrierte Versorgung sichergestellt, die sowohl die Qualität als auch die Effizienz der Ernährungstherapie weiter optimiert.
Letztes Änderungsdatum: 07. August 2025